Hintergrundbild vonAdditive Fertigung von Bauteilen und im Formenbau

Additive Fertigung von Bauteilen und im Formenbau

Die Entwicklungen beim 3D-Druck gehen sowohl in Richtung neuer als auch verbesserter Werkstoffe und Drucktechnologien. Dies sind z.B. schnellere Systeme, Bauraumheizung, Einsatz von Hochleistungs- und faserverstärkten Kunststoffen sowie Anwendungen in zulassungskritischen Branchen wie der Medizintechnik.

Innovation Symposium (4)

Dienstag, 21. Januar 2020

Ultraschneller 3D-Druck unter Einsatz von Kunststoffgranulat

10:30 - 10:50, Halle 1

Referent

Dr.-Ing. Martin Kausch
Abteilungsl. Fraunhofer Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)

SEAM steht für Screw Extrusion Additiv Manufacturing. Das SEAM-System besteht aus einer extrusionsbasierten Plastifizier­einheit zur Verarbeitung von Kunststoff-Granulat, die mit einer bewegten Bauplattform kombiniert wurde. Die Bauplattform wird dabei über ein Hexapod – eine schwenk­bare 6-Achs-Parallelkinematik – bewegt, die sich durch eine hohe Dynamik und geringe bewegte Massen auszeichnet. Mit Austragsleistungen von bis zu 7 kg/h und Tischbewegungen von bis zu 1 m/s wurde ein ultraschneller 3D-Druckprozess zur Herstellung großformatigen Kunststoff-Strukturbauteilen generiert. Das Verfahren erlaubt die Verarbeitung von schwindungsarmen thermoplastischen Kunststoffen in günstiger Granulatform. Getestet wurden bereits verschiedenste Kunststoffe – von TPE, PP bis PA 6 mit 40% Kohlenstofffaseranteil. Das sind für die Industrie relevante Materialien mit hoher Steifig- und Festigkeit oder auch einer hohen Elastizität, die sich mit klassischen 3D-Druckern nicht verarbeiten lassen.

Neben den klassischen 2,5D-Druck bietet das System eine bis zu 45° schwenkbare Bauplattform, die einen 5-Achs 3D-Druck erlaubt. So ist beispielsweise das Bedrucken von gekrümmt Strukturen (vorgeformtes Organo- oder Metallblech) möglich.

Das SEAM-Verfahren erweitert die Möglichkeiten zur effizienten Herstellung von Kunststoffbauteilen in einem 3D-Druckverfahren deutlich. Aufgrund der geringen Materialkosten und der kurzen Herstellungszeiten können die Bauteilkosten um ein Vielfaches reduziert werden.

 

Kurz CV

Dr.-Ing. Martin Kausch ist Abteilungsleiter am Fraunhofer Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) und spezialisiert auf dem Gebiet der Faser-Kunststoff-Verbunde sowie der additiven Fertigung von Kunststoff- und Metallbauteilen. Nach seinem Maschinenbaustudium war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU-Chemnitz und promovierte 2012 zum Thema Leichtbaustrukturen hergestellt im SLM-Verfahren. Nach einer einjährigen Vertretung der Professur Kunststofftechnik an der Hochschule Zwickau arbeitet er seit 2013 am Fraunhofer IWU.

 

Referent


Additives Erlebnis, additiv gefertigt

10:55 - 11:05, Halle 1

Referent

Sebastian Fink
Verkauf bei 1zu1service

Für das größte 5D-Kino der Welt, wurde von unserem Kunden ein in den beweglichen Kinositzen integrierter Auslass für Düfte und Wassereffekte entwickelt. 1zu1Prototypen unterstützte den Kunden bei der Konstruktion und fertigte auch die Teile im Lasersinter Verfahren.

Die innenliegenden Kanäle sind gekrümmt. Ihr Durchmesser variiert zudem, um besondere Verwirbelungen der ausströmenden Luft zu erreichen. Am Ende wurde sogar noch ein Schnappmechanismus für die Montage integriert, damit am Stuhl keine Schrauben sichtbar sind. So etwas lässt sich nur additiv fertigen.

Verantwortlich für die eindrucksvolle Technik des 5D-Kinos ist der oberösterreichische Multimedia-Spezialist Kraftwerk Living Technologies. 

In enger Kooperation mit dem Kunden Christian Hofer realisierten 1zu1-Vertriebsleiter Thomas Kohler und sein Team schließlich das komplexe Bauteil und produzierten 1500 Stück davon in höchster Qualität.

Dieser spannende Showcase-Pitch verdeutlicht Ihnen die Vorteile von Additive Manufacturing (AM) in der Produktion von Kleinserien.

 

Referent


Additive Bauteile aus dem freeformer laufen wie geschmiert

11:05 - 11:15, Halle 1

Referent

Lukas Pawelczyk
Abteilungsleiter Vertrieb freeformer ARBURG GmbH + Co KG

Bei igus sind mehrere Verfahren im Einsatz, seit Februar 2015 auch das ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF). Den größten Vorteil des freeformers sieht das Unternehmen darin, für Prototypen und Funktionsbauteile die eigenen Hochleistungskunststoffe verwenden zu können. Damit ist igus in der Lage, die Freiheit in der Konstruktion mit der Verschleißfestigkeit seiner tribologischen Werkstoffe zu kombinieren. Von den über 40 eigenen Materialien, die igus verwendet, sind drei speziell für die additive Fertigung ausgelegt, weitere sollen folgen.

Im Showcase-Pitch erfahren Sie, wie es mit dem freeformer prinzipiell möglich ist, die gleichen Kunststoffe zu verarbeiten wie beim Spritzgießen.

Referent


Aussteller, die Inhalte in diesem Thema präsentieren (13)

1zu1 Prototypen GmbH & Co KG

Tüfteln in High-Tech: 1zu1 Prototypen mit Sitz in Dornbirn/Vorarlberg gehört europaweit zu den führenden Anbietern von Rapid Prototyping, Rapid…

Dornbirn

Österreich

Halle 2 / A 2009

Arburg

ARBURG gehört weltweit zu den führenden Maschinenherstellern für die Kunststoffverarbeitung. Das Portfolio umfasst ALLROUNDER Spritzgießmaschinen mit…

Münsingen

Schweiz

Halle 1 / C 1061

enesty GmbH

Die Enesty GmbH liefert neben additiv gefertigten Bauteilen und Spritzgießwerkzeugen aus D, China und Spanien das ORCA Temperiersystem. Es handelt…

Hartha

Deutschland

Halle 1 / C 1064

FISA Ultraschall GmbH

Wir sind Spezialisten für die Konzeption, Herstellung und Inbetriebnahme von manuellen oder vollautomatisierten Ultraschallreinigungsanlagen mit…

Kandel

Deutschland

Halle 2 / B 2053

GRAFE Advanced Polymers GmbH

FUTURE IN PLASTICS - Das Unternehmen GRAFE Advanced Polymers GmbH aus Blankenhain ist Spezialist in der Modifizierung thermoplastischer Kunststoffe.

Blankenhain

Deutschland

Halle 2 / D 2115

HATAG Handel und Technik AG

HATAG ist Ihr Spezialist mit über 40 Jahren Erfahrung für Peripheriegeräte, Gesamtanlagen (z.B. Förder-, Trocknungs-, Kälteanlagen),…

Bolligen

Schweiz

Halle 1 / A 1004

Injex - Injection Molding Overnight

Injex produziert Spritzgussprototypen und Kleinserien, basierend auf einer additiven Werkzeugfertigung. So können Durchlaufzeiten von mehreren Wochen…

Zürich

Schweiz

Halle 2 / E 2139

IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung

IWK – die Verbindung von Wissenschaft und Praxis für innovative Lösungen mit modernen Werkstoffen, Produktionsprozessen und Multimaterialtechnologie

Rapperswil

Schweiz

Halle 1 / C 1070

PNS Germany GmbH

deutsches Unternehmen mit eigener Produktion in China, Kunshan. Kerngeschäft ist die Produktion und Vertrieb von Formaufbauten und Zeichnungsteilen…

Wiesbaden

Deutschland

Halle 2 / B 2068

prodartis AG

prodartis AG produziert additiv Kunststoffbauteile wirtschaftlich in Klein- bis mittelgrossen Serien und in spritzgussnaher Qualität vorzugsweise mit…

Appenzell

Schweiz

Halle 2 / C 2087

Proform AG

3D-Druck / Rapid Prototyping / Additive Manufacturing -- Dienstleister seit 28 Jahren; ...................Impression 3D / prototypage rapide /…

Marly

Schweiz

Halle 2 / C 2073

SCHMELZMETALL Deutschland GmbH

Vakuum-Technologie für Höchstleistungen. Hochwertige Kupferlegierungen und HOVADUR® Pulver für die additive Fertigung.

Steinfeld/Hausen

Deutschland

Halle 2 / E 2142

Volume Graphics GmbH

Wenn Sie sich für Volume Graphics entscheiden, profitieren Sie von mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Software für die…

Heidelberg

Deutschland

Halle 1 / B 1056

Über das Thema

Die Entwicklungen beim 3D-Druck gehen sowohl in Richtung neuer als auch verbesserter Werkstoffe und Drucktechnologien. Dies sind z.B. schnellere Systeme, Bauraumheizung, Einsatz von Hochleistungs- und faserverstärkten Kunststoffen sowie Anwendungen in zulassungskritischen Branchen wie der Medizintechnik.

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